Gustav Mahler Jugendorchester

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WIEN, 6.10.2020: INFORMATIONEN ZU DEN PROBESPIELEN DES GUSTAV MAHLER JUGENDORCHESTERS:

 

 

2020 FINDEN KEINE PROBESPIELE FÜR DIE PROJEKTE DES GUSTAV MAHLER JUGENDORCHESTERS 2021 STATT.

 

MUSIKER, DIE FÜR DIE GMJO-PROJEKTE 2020 EINGELADEN WURDEN ODER AUF DER RESERVELISTE STEHEN, WERDEN FÜR DIE GMJO-PROJEKTE 2021 EINGELADEN ODER AUF DIE RESERVELISTE FÜR 2021 ÜBERNOMMEN.

 

IM HERBST 2021 WIRD DAS GUSTAV MAHLER JUGENDORCHESTER WIEDER PROBESPIELE FÜR 2022 DURCHFÜHREN.

 

AUFGRUND DER BESONDEREN SITUATION IM JAHR 2020 WIRD DIE ALTERSGRENZE 2021 AUF 27 JAHRE ERWEITERT.

 

 

Im Jahr 2020 wurden mehrere GMJO-Projekte abgesagt oder waren stark von der CoVid-19-Pandemie betroffen; dem GMJO ist es dennoch gelungen, einen Teil seiner künstlerischen Planung zu realisieren,

so dass zumindest einige Musiker, die die Probespiele 2019 für 2020 erfolgreich bestanden hatten, im Jahr 2020 als Mitglieder des Gustav Mahler Jugendorchesters auftreten konnten. Viele Musiker, die ursprünglich eingeladen waren oder auf der Reserveliste für 2020 standen, konnten jedoch nicht teilnehmen. Das GMJO betrachtet es als eine Frage der Fairness, ihnen die Priorität für die Projekte 2021 des GMJO zu garantieren.

 

Derzeit ist es in vielen Ländern Europas nicht möglich, Live-Probespiele zu organisieren; das Probespiel- System des GMJO wird durch eine einzigartige Kombination aus "Live" und "Aufnahme" definiert:  jeder Kandidat in jeder Stadt tritt live vor der Probespiel-Jury an. Jedes Live-Probespiel wird vom GMJO mit demselben professionellen audiovisuellen Equipment aufgezeichnet und später erneut von der Jury gesichtet und beurteilt, um ein Maximum an Fairness zu garantieren.

 

Die Probespiele des GMJO basieren auf folgenden Grundsätzen:

 

1. Gleicher Zugang: Die Probespiel-Jury des GMJO reist auf Kosten des GMJO in viele Länder und Städte,

um möglichst vielen Musikern den Zugang zu ermöglichen. Niemand sollte aufgrund politischer, finanzieller oder logistischer Schwierigkeiten oder Einschränkungen von der Möglichkeit ausgeschlossen werden, an einem Probespiel teilzunehmen. Daher gibt es – normalerweise – Probespiele in so vielen Ländern Europas.

 

2. Fairness: Auf Basis einer Kombination aus Live- und aufgezeichneten Probespielen soll jeder Musiker die gleichen Bedingungen haben, beurteilt zu werden. Mit Hilfe des professionellen audiovisuellen Equipments des GMJO soll niemand aufgrund von unterschiedlichen audiovisuellen Qualitätsstandards einer Aufnahme einen Vorteil oder Nachteil haben. Der Live-Eindruck und die Interaktion zwischen Kandidat und Jury sind ebenso wichtig wie die Aufnahme. Daher akzeptiert die GMJO niemals Probespiel-Aufnahmen allein.

 

3. Transparenz: Bei der Probespiel-Anmeldung wird jeder Bewerber über das/die Projekt(e) informiert, für das die Probespiele organisiert werden: Der Zeitraum und die Termine, das Repertoire, die beteiligten Künstler und die Städte der geplanten Projekte werden stets frühzeitig kommuniziert. Mit anderen Worten: Man weiß, wofür man das Probespiel absolviert.

 

4. Sicherheit: Die Sicherheit aller Kandidaten und Jurymitglieder muss jederzeit gewährleistet sein; niemand sollte durch die Teilnahme an einem Probespiel einem Gesundheitsrisiko ausgesetzt sein – sei es durch den persönlichen Kontakt während des Probespiels, sei es durch notwendige individuelle Reisen zu / von einem Probespiel.

Derzeit ist es unmöglich, all diese Grundsätze zu garantieren:  viele Länder können aufgrund von diversen Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen nicht bereist werden; viele der üblichen Probespielorte erlauben aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen keine Indoor-Aktivitäten; die Sicherheit von Reisen zu und von Probespielorten liegt außerhalb des Einflussbereichs des GMJO.

 

Daher hat das GMJO mit den Jurymitgliedern und Tutoren ausführlich diskutiert, ob es künstlerisch sinnvoll und fair ist, in dieser Situation Online-Probespiele zu organisieren; hier ist die Schlussfolgerung:

  

 

ONLINE AUDITIONS KÖNNEN LIVE-PROBESPIELE NICHT ERSETZEN.

 

 

Trotz des technischen Fortschritts ist es unmöglich, bestimmte musikalische und technische Fähigkeiten eines Kandidaten bei einem Online-Probespiel korrekt zu beurteilen. Insbesondere kann Chancengleichheit nicht garantiert werden zwischen Kandidaten mit professionellen Aufzeichnungsgeräten und einer schnellen Internetübertragungsrate auf der einen Seite und auf der anderen Seite Kandidaten, die aus ihrem Wohnzimmer mit einem Mobiltelefon und einer niedrigeren Internetübertragungsrate aufnehmen.

 

Das GMJO ist sich bewusst, dass Musiker, die nicht an den Probespielen 2019 für 2020 teilnehmen konnten, enttäuscht sein werden, dass es keine Probespiele für die Projekte 2021 gibt. Einige werden zudem die Altersgrenze von 26 Jahren erreichen. Daher gilt folgende zusätzliche Regel, die Chancengleichheit bietet:

  

 

DIE ALTERSGRENZE WIRD 2021 AUF 27 JAHRE ERWEITERT.

 

 

 Der GMJO setzt sich seit über 30 Jahren höchst erfolgreich für Generationen der besten Orchestermusiker Europas ein. Es wird diese Krise überwinden und seine Aktivitäten 2021 und darüber hinaus fortsetzen.

 

 Mit allen guten Wünschen des GMJO-Teams:

 

Alexander Meraviglia-Crivelli

Generalsekretär

 

Gabriel Höller

Leiter des Orchestermanagements

 

Andreas Brunauer

Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros

 

Sebastian Strohal

Technischer Direktor und Büroleiter

 

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Tel. +43 1 5129833